„Das Kuckucksnest zieht um“, Folgeprojekt
Berichtsjahr 2021/2022: RÜCKBLICK
Das Berichtsjahr 21/22 mit dem Projekt „Zum Kuckuck mit den Kindern“, ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr, auch für das Kuckucksnest. Wir haben uns den Herausforderungen gestellt und gemeinsam mit unserem Trägerverein SAM e.V. und der AmPuls gGmbH, die Zeit nach dem strengen Lockdown wieder mit Leben gefüllt.
Der neue Treffpunkt, der Anfang 2023 eingeweiht wird, bietet die Chance das Viertel weiter positiv zu öffnen und viele Familien zu erreichen, um sie bestmöglich zu integrieren und ihnen neue Wege zu ermöglichen. Durch unsere langjährige Erfahrung und sehr erfolgreiche Arbeit im Kuckuck, besteht ein gutes Netzwerk zu unseren Kooperationspartnern, die uns vielfältige Möglichkeiten zum Ausbau dieser wichtigen Integrationsarbeit ermöglichen. Dabei zeichnet sich die Familienarbeit durch eine große thematische Breite aus. Dank der gesammelten Erfahrungen, der Offenheit und Flexibilität unseres pädagogischen Teams und des gesamten Netzwerkes erreicht das Kuckucksnest unterschiedliche Familiengruppen.
Das Kuckucksnest in ein Ort der Begegnung, hier ist jede*r Willkommen und mit unterschiedlichen Projekten, wie Nachbarschaftsfrühstück, Kochkurse und verschiedenen Freizeitangeboten werden die Bewohner von unserem Team angesprochen und die Gemeinschaft untereinander gestärkt. Am Vormittag treffen sich ca. 10 Kinder im Alter von 3-6 Jahren, hier lernen sie zum Beispiel Regeln und Grenzen zu erkennen und einzuhalten, Konflikte Gewaltfrei zu lösen, Kompromisse zu finden, sich zu trösten, eigene Interessen zurückzustellen oder durchzusetzen, Gefühle zu äußern und offen miteinander zu reden. Ab Mittag kommen ca. 25 Schulkinder ins Kuckucksnest, Hausaufgaben werden begleitet und ein Freizeitangebot wie z.B. Malwerkstatt, Sportangebote findet statt. Zusammenarbeit, Beratung und Unterstützung der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, das Team vermittelt weiter an Kindergarten, Schulen oder Behörden und unterstützt so die Familien damit sich diese gut integrieren können.
Die Auswertung unserer Arbeitsbereiche zeigt, dass das „Kuckucksnest“ im Berichtszeitraum eine überaus große Anzahl von Projekten, Angeboten und Aktionen für alle alteingesessenen und neu zugezogenen Familien mit Kindern am Kuckuck (unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem sozialen Status) entwickelt hat. Seit unserer Gründung haben wir es gemeinsam mit unsrem Trägerverein SAM e.V. und vielen Kooperationspartnern geschafft, unser Angebot für Familien und Nachbarschaft stetig auszubauen.
Um den Corona Verordnungen zum Schutz der Gesundheit Folge zu leisten und zeitgleich dem Bildungsauftrag des Kuckucksnestes Rechnung zu tragen, wurden die Angebote während der Lockdown Zeiten auf individuelle Hausaufgabenbetreuung in Kleinstgruppen minimiert. Dank der guten Hygienekonzepte konnten 2022 die Türen vom Kuckucksnest wieder geöffnet werden und die Arbeit mit den Kindern und deren Familien fast ohne Einschränkungen stattfinden.
Der Bedarf nach der Pandemie war groß, Lernrückstände wurden abgebaut und das soziale Miteinander kam wieder in den Vordergrund. 2022 gab es wieder ein Straßenfest im Kuckuck, der gute Kontakt zu den Familien und die positive und intensive Arbeit unterstützt so die Integration und das Zusammenleben in diesem Viertel. Selbstverständlich haben die Mitarbeiter die Arbeit von Claudia Schmidt und ihren Kollegen sehr unterstützt.
Und trotz allen Einschränkungen haben wir zusammen mit den zu betreuenden Familien gelernt uns auf die wichtigen Dinge, wie Fürsorge, Wertschätzung und gesellschaftlicher Zusammenhalt zu konzentrieren.
AUSBLICK
Das Kuckucksnest verfolgt weiter als übergeordnetes Ziel die Integration und Lebensqualität von Familien alle am Kuckuck lebenden Nationen zu fördern. Dazu sind für das kommende Jahr 2023 in den neuen Räumlichkeiten, vielfältige Wochenpläne mit Förder- und Bildungsangeboten und Beratungs- und Hilfestellungen für die Familien und Nachbarschaft geplant.
Der Umzug in den neuen Quartierstreff steht ganz oben auf der Liste. In den neuen, modernen Räumlichkeiten sind die Angebote, wie das Nachbarschaftsfrühstück, das Elternkaffee, Ferienprojekte, Kreativ- und Bewegungsprojekte und vieles mehr geplant. Natürlich wird bei der Planung und Durchführung auch weiterhin auf die bestehenden Corona Verordnungen und Hygienekonzepte geachtet.
Für das Jahr 2023 planen wir die Arbeit mit den Kindern, Eltern, den Familien und der Nachbarschaft weiterzuführen, da sie im vergangenen Jahr, trotz einiger Einschränkungen, sehr erfolgreich gewesen ist.
Die Angebote, wie die Hausaufgabenbetreuung, die Kleinkindbetreuung, die Malschule, das Tanzprojekt, Spiel- und Sportangebote am Nachmittag, das Elternkaffee, das Gartenprojekt und die verschiedenen Ferienprojekte werden weitergeführt und ausgeweitet.
Unsere MitarbeiterInnen haben die Ausbildung zum Anleiter für den Malort absolviert, sodass dieses Angebot im nächsten Jahr vermehrt durchgeführt werden kann. Mit dem Malort haben wir in der Vergangenheit viele positive Erfahrungen gesammelt und sehen ihn mittlerweile als wichtigen und festen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.
Die Arbeit mit den Kindern und Familien ist und bleibt der Mittelpunkt unserer Arbeit und hat einen enorm wichtigen Stellenwert, auch für die Zukunft.
Die Fortsetzung des Projektes und die dazu notwendige Sicherstellung der Finanzierung helfen uns bisherige Erfolge zu verstetigen und weiterzuführen.